Mauritius

Melting Pot im Indischen Ozean

von Sonja Schön

Immer sonnig, bunte Tempel, freundliche Menschen und dazu das harmonische Kaleidoskop der Religionen –  Mauritius zeigt vor allem an der hinduistischen Pilgerstätte Grand Bassin, wie eine multikulturelle Gesellschaft funktioniert. 

Gläubige Hinduisten am See Grand Bassin
Gläubige Hinduisten am See Grand Bassin

Rote Wimpel spannen sich über die Straßen, weiß gekleidete Menschen tanzen, beten, singen oder stehen bis zu den Knien im Wasser von Grand Bassin, zwei Kilometer östlich von Le Pétrin auf Mauritius. Der See ist die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens und wird auch „Ganga Talao“ – „See des Ganges“ genannt. Unter der Woche herrscht hier idyllische Ruhe, Ende Februar und Anfang März ist Trubel angesagt. Grund dafür ist das „Maha-Shivaratree-Fest“, bei dem mehr als 400.000 Hindus zu dem heiligen See pilgern, um Geschenke für die Götter zu bringen. Überall sieht man dann süße Bananen und Kokosnüsse. Ihre weiße Milch ist ein Symbol für die innere Reinheit des Menschen. Einer der Pilger ist Ashvin (30), Chefbutler im Hotel „Le Touessrok“ in Trou d´eau Douce. Er gehört zu den über 600.000 Hindus, die auf der Insel leben. Die andere Hälfte der Einwohner sind Katholiken, Muslime und Buddhisten – ein friedlicher „Melting Pot“ im Indischen Ozean. Wie funktioniert hier, was andernorts scheitert? Ist Mauritius´ religiöse Vielfalt ein Beispiel für die Welt? „Bestimmt,“ antwortet Ashvin (30), „alle hier sind gläubig, auch wenn sie nicht den gleichen Gott haben. Wenn die Tamilen lieber zu Murugan beten als zu Shiva, dann sei das ihre Entscheidung, genauso mit Christus, Buddha und Allah.“ Ashvin sieht das ganz gelassen: „Besser zu viele Götter als zu wenig.“ Dabei streut er Blumen ins Wasser von Grand Bassin. Der Legende nach ist dieser See auf Mauritius mit dem heiligen Fluss Ganges in Indien verbunden. 

Shiva am See Grand Bassin
Shiva am See Grand Bassin

Shiva, Gott der Zerstörung und Erhaltung, und seine Gattin Parvati seien einst mit einem Schiff um die Erde geflogen. Shiva, der oft eine Mondsichel und eine Schlange um den Hals trägt, wollte seiner Frau die schönsten Plätze der Erde zeigen. Dabei hatte Shiva den Fluss Ganges auf seinem Kopf, um die Welt vor Überschwemmungen zu schützen. Als die beiden auf Mauritius landeten, verschüttete Shiva versehentlich sein Wasser. Die Tropfen flossen in einem Kraterloch zusammen – so entstand „Grand Bassin“. Rund um den See befinden sich heute zahlreiche Tempel, kleine Schreine und bunte Götterstatuen. Vor dem Haupttempel, direkt am Ufer des Sees, thront eine Figur von „Mutter Ganga“, der Verkörperung des heiligen indischen Flusses, sowie des Elefantengottes Ganesha - Shivas Sohn und Gott der Weisheit und des Glücks, dem sein Vater versehentlich den Kopf abhieb und durch das Haupt eines Elefanten ersetzte. Im Inneren der Tempel lassen sich noch weitere in bunten Stoffen gehüllte Figuren von Gottheiten wie Vishnu, Lakshmi und Krishna bewundern. Andersgläubige und Touristen sind am Grand Bassin willkommen. Die Hindus stören sich nicht an der Präsenz der Besucher. „Toleranz ist für uns selbstverständlich und Glauben das Wichtigste im Leben“, sagt Ashvin. Nicht umsonst hat Mark Twain einmal gesagt: Gott habe zuerst Mauritius erschaffen und nach dessen Vorbild dann das Paradies.

Autorin: Sonja Schön

Sonja Schön hat sich als Astrologin auf die Gebiete Gesundheit, Liebe, Schicksal und Karriere spezialisiert. Sie berichtet für YogaRelations auch von ihren zahlreichen Reisen.

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