Karma Yoga

Infos und Tipps zu Karma Yoga

Was ist eigentlich Karma Yoga?

Hatha-Das Sanskritwort Karma bedeutet in erster Linie Tat, Werk. Der Karma Yoga ist also der Yoga des Handelns und gehört zu den wichtigsten spirituellen Wegen Indiens.
Er lehrt, unsere Taten nicht zielgerichtet und ohne Anhaftung zu vollbringen. Kurz und praktisch ausgedrückt: Wir tun in jeder Situation, was gerade zu tun ist, ohne uns von Lust und Unlust leiten zu lassen und ohne bestimmte Ergebnisse anzustreben, weder für uns noch für andere. Darunter ist demnach nicht ein altruistisches, den Mitmenschen dienendes Handeln zu verstehen, wie es oft missverstanden wird.

Im Karma Yoga gibt es keine bestimmten Praktiken, wie Körperübungen, Meditation usw. - vielmehr geht es um die Veränderung von inneren Haltungen; es ist ein „Yoga für den Alltag“, der sich im gewöhnlichen Leben üben und ausüben lässt. Deshalb ist er für uns Westler gut geeignet, da wir uns nicht extra Zeit dafür nehmen müssen: Wir können uns immer und überall damit beschäftigen, im Beruf, in der Freizeit, bei allen unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Wie auch Wikipedia beschreibt, ist Karma Yoga ein Yoga der Tat.

Geschichte des Karma Yoga

Die Grundlage des Karma Yoga bildet die Bhagavadgita. Es ist die bei uns bekannteste heilige Schrift Indiens und mit der Bibel einer der meistübersetzten spirituellen Texte der Welt. Sie ist vermutlich um 200 v. Chr. entstanden, eingefügt als eine Episode in das große indische Epos Mahabharata.

Als zentrale Aussage zum Handeln im Sinne des Karma Yoga heißt es darin: „Du hast ein Recht auf das Handeln, aber nur auf das Handeln, niemals auf dessen Früchte; lass nicht die Früchte deines Wirkens dein Beweggrund sein, noch sei der Tatenlosigkeit verhaftet. Gefestigt im Yoga, vollbringe deine Taten, indem du der Anhaftung entsagst und gleichmütig bist gegenüber Misserfolg und Erfolg.“ (II, 47 f.)

Explizit oder implizit ist der Karma Yoga ein Bestandteil vieler spiritueller Wege; so haben ihm beispielsweise Vivekananda und Sri Aurobindo in ihren Lehren einen großen Stellenwert beigemessen. Außerhalb Indiens ist er hingegen kaum bekannt, entsprechend wenige Schulen und Lehrer gibt es hier.

Ablauf eines Karma Yoga Unterrichts:

Es geht beim Karma Yoga nicht um bestimmte Methoden und Übungen, sondern um das Verhalten und Handeln im gewöhnlichen Alltag. Deshalb ist neben der Theorie das persönliche Erleben praktischer Situationen von grosser Bedeutung. Man kann den Karma-Yoga-Unterricht auch als eine philosophisch-psychologische Lebensschule bezeichnen.

Der Unterricht, der individuell oder in Kleingruppen stattfindet, besteht aus:

  • Vermitteln der Grundlagen über das nicht zielgerichtete Handeln und die Eigenschaften, die dazu unerlässlich sind, nämlich Urvertrauen, Selbstwertgefühl und Gleichmut;
  • Praktisches Einüben und Erfahren, indem der Karma-Yoga-Lehrer den Lernenden im Alltag begleitet, z.B. beim Einkaufen, bei einem Besuch bei Freunden, bei der Hausarbeit usw.
  • Gespräch über die zwischen den einzelnen Lektionen gemachten persönlichen Erfahrungen im Alltagsleben (z.B. im Beruf, in der Familie usw.), Analyse, Erarbeiten neuer Erkenntnisse.

Was für Auswirkungen hat Karma Yoga auf die Gesundheit?

Den Grundsätzen des Karma Yoga zu folgen, verhilft zu mehr Abgeklärtheit und stärkt das Urvertrauen und das Selbstwertgefühl. Schwierige Situationen können ruhiger und gelassener angegangen und ertragen werden.Generell lässt sich sagen, dass wir mit Hilfe von Karma Yoga alles ein bißchen leichter nehmen, den angenehmen und den unangenehmen Ereignissen nicht mehr so viel Bedeutung zumessen und uns weniger Sorgen machen. Dadurch erlangen wir mehr Zufriedenheit und Lebensfreude.

Diese positiven Wirkungen auf die Psyche beeinflussen bekanntlich auch die körperliche Gesundheit; und selbst im Fall einer Krankheit wird diese dank Karma Yoga erträglicher.
Treffend hat Rabindranath Tagore den Kern des Karma Yoga und dessen wohltuenden Effekt ausgedrückt: „Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude; ich erwachte und sah, das Leben ist Pflicht. Ich handelte und siehe – die Pflicht war Freude.“

Tipp:

Ideal für Menschen, die

  • Urvertrauen, Selbstwertgefühl, Gleichmut erlangen oder stärken wollen;
  • zufriedener und sorgloser leben möchten, im Einklang mit ihrer eigenen Lebensaufgabe;
  • einen Weg suchen, um ihre Spiritualität im Alltag zu leben (als eigenständigen spirituellen Weg oder als Ergänzung zu anderen Wegen).

Empfholene Literatur:

Deutsch


Englisch

Mehr über Karma Yoga

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