Kopfstand im Yoga

Kopfstand im Yoga

Mythos Kopfstand

Gerade um den Kopfstand ranken sich allerhand Mythen und es besteht hier und da sogar die Ansicht, wer keinen Kopfstand übt, ist überhaupt kein Yogi. Was soll man dazu noch sagen?

Richtig ist, dass der Kopfstand eine erfrischende Wirkung auf Körper und Geist haben kann, und dass er richtig ausgeführt sogar Beschwerden der Halswirbelsäule heilen kann. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: wer bereits Beschwerden mit der Halswirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle hat, sollte ganz und gar sicher sein, dass er das Asana korrekt ausführt.

Kopfstand ist nicht gleich Kopfstand

Am besten lässt man sich auch hier von einem erfahrenen Lehrer helfen. Insgesamt geht es aber sowieso nicht darum, eine Form zu bedienen, sondern sie ganz und gar auszufüllen. Also: Kopfstand ist nicht gleich Kopfstand. Und es kommt mehr auf die innere Qualität unseres Übens an als darauf, eine Asana zu „können“.

So bringt uns zum Beispiel eine achtsam ausgeführte Vorübung wie  der Delphin wesentlich weiter als ein „hingeturnter“ Kopfstand, der nur dem Zweck der Selbstbestätigung dient.

Weil wir es gewohnt sind, an unseren oft starren Positionen festzuhalten, fühlen wir uns bei der Vorstellung, alles auf den Kopf zu stellen zunächst einmal ganz schön unwohl. Oft hört man, dass jemand Angst hat vor Umkehrhaltungen wie etwa dem Handstand. Aber gerade der Handstand ist eine der einfachsten Umkehrhaltungen, weil der Kopf frei hängt und die Verletzungsgefahr insgesamt sehr gering ist.

Umkehrhaltungen

Meistens ist es ja auch gar nicht wirklich die Asana vor dem wir Angst haben, sondern die Situation der Umkehr. Übrigens gibt es nicht den geringsten Grund, warum man diese Asanas nicht einfach an der Wand üben sollte, bis man sich sicher genug fühlt, sich der Situation im freien Raum hinzugeben. Auch hier gilt wie immer: es besteht kein Grund zur Eile. Vielleicht haben wir genug Mut nach einem Monat, nach einem Jahr oder in einem unserer nächsten Leben.

Was wir von den Umkehrhaltungen besonders gut lernen können ist, unsere vor gefassten Meinungen aufzugeben, die Einsicht, dass man Dinge auch anders sehen und Probleme vielleicht auch ganz anders lösen kann, als wir es bisher getan haben. So ist im Grunde genommen jede Umkehrhaltung ein Versprechen an uns selbst, dem Leben und dem Glück immer wieder neue Chancen zu geben.

Der Handstand und wie ich ihn erlerne

Für alle, die es gerne einmal wagen wollen, möchte ich ein paar Hinweise zum Erlernen des Handstands (Adho Mukha Vriksasana) geben. Was man braucht für den Handstand sind neben ausreichendem Mut und Entschlossenheit vor allen Dingen Raum und Stabilität in den Schultern sowie ein starkes Körperzentrum. So gesehen ist jede Schulteröffnung, jede Kräftigung der Körpermitte eine geeignete Vorbereitung.

Wer seine Furcht akzeptiert und sich dennoch nicht damit abfinden will, kann zunächst einmal die Umkehr mithilfe eines Türrahmens erfahren: dazu geht man zwischen den beiden Pfosten eines Türrahmens in einen etwas engeren Hund mit Gesicht nach unten (Adho Mukha Svanasana), dann verlagerst du den Oberkörper nach vorne und richtest die Handgelenke in einer Linie mit den Ellbogen und Schultergelenken aus, Hinterkopf und Rücken schmiegen sich an die Innenseite des Türrahmens.

Beginne nun mit einer Ausatmung mit den Füßen am hinteren Türrahmen hoch zulaufen bis du mit dem Kopf nach unten in einem rechten oder etwas größeren Winkel stehst. Von hier aus kannst du abwechselnd ein gestrecktes Bein ganz senkrecht zur Decke streben lassen.

Bleibe für einige Atemzüge hier, aber nur so lange wie du frei und gleichmäßig atmen kannst. Was zählt ist die Qualität, nicht wie lange du in der Asana bleibst. Mit der Zeit gewinnst Du mehr und mehr Zuversicht und irgendwann bist Du vielleicht bereit, den Schritt zu wagen und Handstand gegen die Wand oder im freien Raum zu üben. Und wenn nicht? Was soll’s!! Die Welt wird davon schließlich auch nicht besser.

Mehr über Kopfstand im Yoga

Simone Ungerer praktiziert Yoga seit 1999 und ist seit 2009 unter anderem als Yogalehrerin tätig (Lehrerausbildung in Yoga Flow bei Beate Cuson, Berlin). Zur Zeit befindet sie sich in einer weiteren Yogalehrer-Ausbildung an der Yoga Akademie Berlin bei Ananda Leone. Sie lebt mit ihrer Tochter Kaia (10) in Kreuzberg.


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